
Industriemischer
High-Shear-Mischer (Rotor/Stator)
High-shear mixer
Dispergiert, emulgiert, homogenisiert und desagglomeriert — und zieht Pulver klumpenfrei in Flüssigkeit ein. Behälter üblich gefertigt zwischen ca. 100 und 3.000 L; größere Anlagen werden nach Maß ausgelegt, in Edelstahl AISI 304 oder 316L.
- Üblicher Konfigurationsbereich
- ca. 100 – 3.000 L
- Übliche Antriebsleistung
- ca. 2,2 – 37 kW
Auch bekannt als: Rotor-Stator-Mischer · Dispergierer · Hochscherhomogenisator · Inline-Homogenisator
Individuell auf Ihr Produkt und Ihren Prozess ausgelegt. Technisches Angebot und Preis in der Regel innerhalb von 48 Stunden. Lieferung EU-weit und in die Republik Moldau.
Funktionsweise
Ein gewöhnliches Rührwerk bewegt die Flüssigkeit; ein High-Shear-Mischer reißt sie auf. Der Unterschied liegt im Arbeitsorgan: ein Rotor, der mit hoher Geschwindigkeit in einem gelochten Stator läuft, mit einem Spalt im Bereich von Zehntelmillimetern. Material, das in diesen Spalt gezogen wird, erfährt eine Scherung um mehrere Größenordnungen über dem, was ein Rührblatt im Behälter erzeugt, und Agglomerate, Tropfen und Fasern werden mechanisch zerteilt.
Daraus ergeben sich die vier Einsatzfälle. Bei Emulsionen wird die disperse Phase in Tropfen zerteilt, die klein genug sind, damit sich die Emulsion vor Ablauf der Haltbarkeit nicht trennt. Bei Dispersionen öffnen sich Pulveragglomerate und das Pigment entwickelt seine wahre Farbe. Beim Einziehen von Pulver in Flüssigkeit wird das Pulver in den Wirbel gezogen und Partikel für Partikel benetzt, ohne die Klumpen, die entstehen, wenn man Pulver auf eine Flüssigkeitsoberfläche schüttet. Beim Desagglomerieren werden bei der Lagerung entstandene Klumpen geöffnet, ohne das Produkt zu vermahlen.
Der Behälter wird mit Heiz- und Kühlmantel gebaut, mit separatem Langsamrührwerk für die Grundumwälzung und auf Wunsch als geschlossene Ausführung für Vakuum- oder Druckbetrieb. Die Ausführung in AISI 316L mit polierten Oberflächen und CIP/SIP wird für pharmazeutische und kosmetische Produkte gewählt.
Rotor/Stator
Zehntelmillimeter Spalt bei hoher Geschwindigkeit — die Scherung kommt aus der Geometrie, nicht aus einer schneller drehenden Rührpaddel.
Vier Verfahren in einem Behälter
Dispergieren, Emulgieren, Homogenisieren und Desagglomerieren, dazu das Einziehen von Pulver in Flüssigkeit.
Temperiermantel
Heizen und Kühlen über die Charge hinweg — viele Emulsionen entstehen heiß und brechen, wenn zu schnell abgekühlt wird.
Hygienische Ausführung
AISI 316L, polierte Oberflächen, optional CIP/SIP für Pharma und Kosmetik.

Innerer Aufbau
Was im Inneren geschieht
Schnittansicht: der mittig eingebaute Rotor/Stator mit dem Umwälzweg der Charge — das Material wird in den Scherkopf gezogen und an der Wand entlang zurückgedrückt.
Wann Sie diese Maschine wählen
Die konkreten Fälle, in denen diese Maschine die richtige Antwort ist — und der eine Fall, in dem wir Ihnen etwas anderes aus unserem Programm empfehlen.
Sie stellen eine Emulsion her, die bis zum Ablaufdatum halten muss: Die Tropfengröße der dispersen Phase entscheidet über die Stabilität, und sie kommt aus der Scherung, nicht aus der Mischzeit.
Sie ziehen Pulver in Flüssigkeit ein und erhalten Klumpen: Das Pulver muss im Scherkopf Partikel für Partikel benetzt werden, nicht auf die Flüssigkeitsoberfläche geschüttet.
Ein Pigment oder ein Additiv entfaltet seine Wirkung nicht: Meist ist es nicht gelöst, sondern nur teilweise dispergiert, mit noch intakten Agglomeraten.
Das Produkt verbackt bei der Lagerung und muss wieder auf Konsistenz gebracht werden, ohne vermahlen zu werden.
Wann diese Maschine NICHT die richtige ist
Wenn Sie trockene Pulver miteinander mischen, bringt hohe Scherung nichts — im Gegenteil, sie zerschlägt Körner und erwärmt die Charge.
Siehe Bandmischer


